Webklicker 2013/2014

Medienschulung für die Jahrgangsstufe 6 am Lauterbacher Gymnasium

Bereits zum dritten Mal führte die Alexander-von-Humboldt-Schule das medienpädagogische Projekt „Webklicker“ für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 durch. Das Besondere an diesem Projekt, das von Medienpädagogen der medienblau gGmbH geleitet wird, ist, dass neben den Schülern auch deren Eltern und Lehrer einbezogen werden. Das Projekt ist an der AvH für jede Klasse auf zwei Unterrichtstage angelegt mit einem Elternabend zum Abschluss. Die Projektleiter Anja Fischer und Thomas Rakebrand loben den Ansatz des Lauterbacher Gymnasiums, das Projekt zwei Tage von Medienpädagogen betreuen zu lassen: „Das Konzept der AvH, mit externen Medienpädagogen alle Schüler der sechsten Klassen einmal zu erreichen, ist gut. Wir sind ausgebildet, tiefer in das Thema einsteigen zu können, und finden einen guten Zugang zu den Schülern. Dadurch und durch eine zusätzliche intensive Schulung der Lehrer sowie durch die Arbeit mit den Eltern im Rahmen eines Elternabends entsteht eine große Nachhaltigkeit. Es gibt auch nur sehr wenige Schulen, an denen das Projekt flächendeckend für alle Schüler angeboten wird.“ Während am ersten Tag unter Berücksichtigung des Vorwissens der Schüler eher theoretisch gearbeitet wird und der Informations-Input im Vordergrund steht, wird am zweiten Tag aktiv mit den neuen Medien gearbeitet. Die Schüler erstellen eine Website für ihre Klasse und entwickeln in Gruppenarbeit Fotostorys. Da diese Fotostorys online gestellt werden, besteht für die Schüler auch die Notwendigkeit, sich mit solch wichtigen Fragen wie der nach dem Recht am eigenen Bild oder danach, wie man sich selbst im Netz präsentieren möchte, zu beschäftigen. Das Projekt und die Fotostorys werden abschließend auf dem Elternabend präsentiert. Durch die Moderation des Elternabends und die Vorstellung der Projekte durch die Schüler selbst gelangen diese noch einmal zu einem tieferen Verständnis des Neuerlernten. Zugleich kommt es zu einem inhaltlichen Austausch zwischen Eltern und Kindern. Bei den anschließenden Gesprächen zwischen Medienpädagogen und Eltern stellt Anja Fischer bei den Eltern häufig das Bedürfnis fest, sich der Richtigkeit ihres eigenen Erziehungsweges hinsichtlich der Mediennutzung ihrer Kinder zu vergewissern. Als selbstständige Schule finanziert das Lauterbacher Gymnasium dieses sinnvolle Medienprojekt, das zusätzlich von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR-Hessen) gefördert wird. Bestätigt wird die AvH von den beiden Medienpädagogen auch in ihrem Umgang mit der Mobiltelefonnutzung durch Schüler. Thomas Rakebrand erklärt dazu, dass ein Handyverbot, wenn überhaupt, nachhaltig und konsequent umgesetzt werden müsse, was angesichts der heutigen Kommunikationsbedürfnisse in der Gesellschaft und im Alltag aber schwierig umzusetzen sei. Stattdessen könne man Mobiltelefone mit ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten sogar als sinnvolles Arbeitsmittel im Unterricht einsetzen. Wichtig sei ein verantwortungsbewusster Umgang mit neuen Medien, der durch rigorose Verbote nicht erlernt werden könne.

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