Vortrag im Bereich Wirtschaftsethik, Dr. Andreas Bunz

LAUTERBACH (alf). Außerordentlich gut besucht war der Vortrag des Dozenten im Bereich Wirtschaftsethik, Dr. Andreas Bunz (Esslingen), zum Thema „Ehrlich währt am längsten“. Dem Referenten gelang es, seine Zuhörer davon zu überzeugen, dass nicht der Ehrliche der Dumme ist, sondern dass Ehrlichkeit in allen Lebenslagen doch am längsten währt. Der 42-jährige Referent ist Partner der auf Führung- und Betriebsethik spezialisierten Beratungsfirma „LeadershipPartners – StudiumPlus“. Der Vortrag, so Fachbereichsleiter Karsten Krämer, diene unter anderem zur Berufsvorbereitung. Die Schule wolle mithelfen, Einblicke in den Betrieb einer Universität oder Hochschule zu vermitteln, wozu auch die in Kürze unterzeichnete Kooperation  mit der Technischen Hochschule Mittelhessen diene.  „Das alte Sprichwort ‚Ehrlich währt am längsten‘, ist der  Satz, den es lohnt, ihn mit nach Hause zu nehmen und darüber nachzudenken“, stellte Dr. Bunz fest. Wichtig sei immer die Frage: „Wie geht man miteinander um“? Er erläuterte das Thema anhand von drei Ebenen, wobei er immer wieder persönliche Erfahrungen einfließen ließ. Da ist zunächst das „Selbst“ und die damit verbundenen Selbstfindungsprozesse wie Sinn, Familie, Beruf, Körper, die er als Faktoren für „Das Leben in Balance“ bringen und halten, bezeichnete. Ein Mentor könne sehr hilfreich sein. Bunz vertrat auch die These, dass Wertschätzung und Konfrontation zusammengehören. Wichtig seien auch das Kennenlernen der verschiedenen Organisationen wie Schule, Kirche, Firmen und Vereine, in die man mehr oder weniger intensiv eingebunden sei. Hier bestehe die Möglichkeit, Struktur- und Kulturprozesse  mitzugestalten, was auch auf die Führungsstrukturen zutreffe.  „Egal, wo Sie in der Hierachie stehen, Sie können mitgestalten und Veränderungen bewirken“, ist der Referent überzeugt und belegte dies mit eigenen Erfahrungen. Fest stehe, dass das Kernproblem unethischen Verhaltens der Vertrauensverlust sei. Eine Entschuldigung für das Fehlverhalten gehöre deshalb nicht nur bei einer Führungskraft, sondern auch im täglichen Leben dazu. „Führungseigenschaften sind letztlich die Ausgewogenheit der Prozesse der Selbstfindung, dazu gehören Kompetenz, Charakter und die Vorbildfunktion, keinesfalls Arroganz“, erläuterte Bunz. Es schloss sich eine kurze Diskussion an. Am Ende gab es viel Beifall für den Vortrag des Referenten, der mit Sicherheit eine Nachbereitung in verschiedenen Klassen zur Folge hat, zumal der Referent seine Materialien der Schule zur Verfügung stellte. André Tolksdorf dankte dem Referenten im Namen der Schulgemeinde  für seine interessanten und lehrhaften Ausführungen mit einem kleinen Präsent.

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