Sozialpraktikum 2013/2014 – Eindrücke

1.

Wie erlebst du deinen Umgang mit Alten? Wie kann man ihnen Freude bereiten?

Mir wurde durch das Praktikum die Angst auf die älteren oder kranken Leute zuzugehen genommen. Ohne Vorbehalte wurde man von ihnen freundlich aufgenommen und wahrgenommen. Obwohl es ihnen vielleicht nicht immer so gut gegangen ist, waren sie immer froh und dankbar und zeigten immer wieder, dass sie zufrieden waren. Man hat ihnen angemerkt, dass sie glücklich waren so junge Menschen um sich zu haben und wirkten diese Freude auch auf uns aus. Immer wenn wir mit ihnen gespielt haben, haben sie angefangen zu lachen und haben Witze gemacht. Doch auch indem man mit ihnen geredet und ihnen aufmerksam zugehört hat, konnte man sie glücklich machen. Ich habe jetzt mehr Motivation bekommen auf ältere Menschen zuzugehen und ihnen ohne Bedenken zu helfen.

Carolin Barg, 9d

2.

Insgesamt fand ich die Zeit in der AWO sehr schön und wir haben auch sehr viele Erfahrungen gemacht. Man lernt sehr viel dazu und erfährt auch, wie man richtig mit pflegebedürftigen Menschen umgeht. Meine Erwartungen wurden übererfüllt. Auf der einen Seite war der praktische Ablauf so wie ich mir das vorgestellt habe. Auf der anderen Seite bewegte mich mein Praktikumseinsatz aber viel emotionaler als ich gedacht habe. Als junger Mensch mit vielen „Flausen im Kopf“ gewinnt man ein Stück Nachdenken und Ernsthaftigkeit dazu. Man erkennt die wichtige Bedeutung davon, dass die Menschen auch über Familie und Freunde füreinander da sein sollten. Das ist etwas, was im Alltag oft verschüttet ist. Auch das Verständnis wächst deutlich für die anspruchsvollen Aufgaben eines Altenpflegers. Und das in einer Zeit, in der Deutschland ja bekanntlich immer älter wird. So ein Sozialpraktikum öffnet die Augen und ist deshalb wichtig und gut.

Amie Falk

3.

Was bedeutet für mich der Slogan „Mensch sein für andere“?

Mensch sein für andere!“ bedeutet für mich, dass ich selbst versuche, den Menschen, die Hilfe benötigen, diese zu geben und dass ich meine positiven Eigenschaften auf sie übertrage, zum Beispiel ihnen zu helfen oder ihnen Freude zu bereiten. Man versucht, ein Mensch für andere zu sein, das heißt, man bleibt ein Mensch ohne abzuheben oder sich zu schade für etwas zu sein. Man hat Verständnis für die pflegebedürftigen Menschen und zeigt Mitgefühl. Man freut sich oder man ist auch traurig mit jemandem.

Haben sich deine vorherigen Erwartungen an das Praktikum erfüllt?

Ich hatte zu Beginn des Praktikums einige Erwartungen. Ich hatte mir gewünscht, den alten Menschen helfen zu können und ihnen Freude zu bereiten. Diese Erwartung hat sich wirklich erfüllt, denn jeden Tag, den ich ins Altenheim kam, um mein Praktikum zu absolvieren, sah ich in den Gesichtern von mehreren Menschen ein Lächeln. So wusste ich, dass sie glücklich waren und das machte mich auch glücklich. Andererseits hatte ich aber auch Angst, dass ich manchen Menschen nicht helfen kann, was sich natürlich auch herausstellte. Nicht alle Menschen waren noch so fit wie andere. Dies musste ich natürlich so hinnehmen. Doch ich versuchte trotzdem sie zu unterhalten, denn auch wenn sie vielleicht nicht lachten oder keine Gefühle zeigten, konnten sie vielleicht auch trotzdem glücklich sein, dass jemand bei ihnen war. Selbst wenn einmal ein Problem auftrat, standen uns die Pflegerinnen und Pfleger jederzeit zur Verfügung. Als ich zum Beispiel eine demenzkranke Frau füttern musste und zuerst nicht vorankam, weil sie nur redete, zeigte mir ein Pfleger, wie ich es machen sollte. Schlussendlich wollte ich den Menschen einfach nur helfen, was ich in vielerlei Hinsichten wirklich getan habe und darauf auch stolz sein kann. Zuletzt hatte ich auch Angst, dass ich schlechte Erfahrungen mitnehmen könnte, zum Beispiel eine schlimme Krankheit oder sogar den Tod einer Person miterlebe. Doch zum Glück habe ich davon nichts mitbekommen, auch wenn ich mal eine Person sah, der es nicht so gut ging. Damit konnte ich umgehen. Abschließend bin ich sehr zufrieden, da sich alle meine Erwartungen an das Praktikum größtenteils erfüllt haben.

Marie Möller, 9a

4.

Durch das Praktikum hat sich auch meine Einstellung zum Älterwerden ein wenig verändert. Zuvor kannte ich näher ältere Leute in der Verhältnisweise nur durch meine Großeltern, nämlich fit, mit zwei Beinen im Leben stehend und fröhlich. Während des Aufenthalts in der AWO ist mir bewusst geworden, dass im Alter Krankheiten auftreten können oder man durch einen Unfall auf einmal an den Rollstuhl gebunden ist, wobei in ganz dramatischen Fällen die Familie die Pflege nicht mehr bewältigen kann und dann ein Pflegeheim unumgänglich ist.

Lara Möller, 9a

5.

Insgesamt ist meine Meinung über dieses Sozialpraktikum etwas geteilt. Auf der einen Seite habe ich interessante Gespräche geführt und viele nette Menschen kennengelernt. Ich habe bemerkt, dass man auch Spaß mit älteren Menschen haben und sehr viel über sie lernen kann. Ich habe Gemeinsamkeiten mit AWO – Bewohnern gefunden und mich sehr nett mit ihnen unterhalten. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Sozialpraktikum mir soviel Spaß machen würde.

Aber andererseits habe ich viel Leid gesehen. Ich habe soviel Mitleid mit den Menschen, und obwohl ich weiß, dass sie kein Mitleid wollen, kann ich es nicht abstellen.

Ich habe Menschen mit Demenz gesehen, die immer weiter und weiter gelaufen sind, weil sie einfach nicht aufhören können. Aber ich finde das Sozialpraktikum war sehr hilfreich und erfolgreich. Ich wusste zwar schon vorher, dass ich keine Altenpflegerin werden möchte, aber ich habe herausgefunden, dass ich später einen Beruf anfangen möchte, der mit Menschen zu tun hat. Ich möchte Anderen helfen, die sich nicht um sich selbst kümmern können. Und ich möchte Anderen eine Freude bereiten, mit ihnen Spaß haben.
Außerdem habe ich gelernt wie man mit älteren Menschen umgeht. Ich weiß nun wie ich bei einigen Situationen reagieren kann und ich weiß über welche Themen ich mit älteren Menschen reden kann. Ich würde immer wieder gerne dieses Sozialpraktikum wiederholen .
Und der Slogan „ Mensch sein für Andere! “ passt zu diesem Sozialpraktikum. Es bedeutet, dass man anderen hilft und mit ihnen Zeit verbringt. Außerdem heißt es, dass man nicht egoistisch sein soll und manchmal Dinge machen soll, auf die man vielleicht keine Lust hat.

Karina

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