Sozialpraktikum 2012

1) Bericht von Hye-Da Eun

Erwartung, Einleitung, Vorbereitung

Beim Sozialpraktikum in der Stufe 9 habe ich jeden Dienstag die Helmut von Bracken Schule besucht. Ich persönlich habe noch nie ein Praktikum gemacht, deswegen habe ich mir große Sorgen gemacht. Ich denke aber, dass es eine gute Erfahrung im Auftrag des Religionsunterrichts der Schule ist.

Meine erste Erwartung beim Praktikum war, dass ich durch die Hilfe, die ich den Kindern gebe, die nicht sprechen, lesen und schreiben konnten, mit ihnen kommuniziere. Dies ist so wie mit meinen besten Freunden, die mir geholfen haben, als ich Probleme mit schwierigen Wörtern oder schwierigen Aufgaben in Deutsch hatte, da ich erst seit dreieinhalb Jahren in Deutschland bin. Ich denke, dass die behinderten Kinder auch Hilfe brauchen. Ich mag kleine Kinder und freunde mich sehr schnell ihnen an.

Meine zweite Erwartung war, dass die Betreuer mich nicht als kleine Schülerin sehen, sondern dass sie mich wie eine Mitarbeiterin sehen. Ich hatte schließlich die gleichen Aufgaben wie die Lehrerinnen, den Kindern helfen, mit ihnen reden, spielen und kommunizieren.

Zwei Stunden pro Woche fand ich allerdings zu wenig, da ich mich stets freue, die Kinder zu sehen. Auch nach dem Praktikum möchte ich sie manchmal besuchen. Ich wünsche mir, dass meine Erwartungen erfüllt werden und ich durch das Praktikum gute Erfahrungen mache und viel lerne.

 

Durchführung und Reflexion

Ich denke, das Praktikum war wichtig für mich, weil ich durch die Kinder etwas lernen wollte und etwas gelernt habe. Ich musste wie andere Leute auch ein Vorbild der Kinder sein und ihnen helfen, wenn sie etwas machen sollten. Wenn sie aber etwas taten, was sie nicht machen sollten, dann musste man auch entschieden „Nein“ sagen können. Ich habe Zeit gebraucht, um das zu lernen. Die Zeit war kurz und verging so schnell.

Nun sind wir beste Freunde und Sandra, Michelle, Karin, Jasmin, Mark und Eren sind wie meine kleinen Schwestern und Brüder. Die Kinder kamen zu mir, wir hielten uns an den Händen und wir umarmten uns gegenseitig. Ich glaube, dass ich eine gute Beziehung zu den Kindern hatte.

Ich war freundlich zu den Kindern und habe mein Herz geöffnet, um mit ihnen befreundet zu sein. Deswegen haben die Kinder mich gemocht und sich gefreut, als ich zu ihnen kam.

Im Vergleich zu anderen Ländern gibt es in Deutschland viele direkte Hilfe für behinderte Menschen, damit sie auch mit Behinderung gut leben können. Sie erhalten Sondererziehung, finanzielle Unterstützung und die Menschen begegnen ihnen ohne Vorurteile.

Jeder hat unterschiedliche Fähigkeiten. Man muss seine Fähigkeiten dazu nutzen, bedürftigen Menschen zu helfen. Manche haben die Fähigkeit, andere zum Lachen zu bringen und helfen damit. Manche teilen mit anderen Menschen ihr eigenes Glück oder helfen erkrankten Menschen. Sie werden ihre Hände und Füße.

Ich habe durch das Praktikum die Wichtigkeit der Menschen und der Liebe gelernt.

Meine Erwartungen haben sich voll und ganz erfüllt. Es hat mir viel Freude bereitet, nicht zuletzt wegen der freundlichen Betreuer und Kinder.

Was ich nicht gut fand war die viel zu kurze Zeit. Statt zwei Stunden pro Woche hätte ich gern einen ganzen Tag mit den Kindern verbracht.

Ich fand gut, das ich in meiner Jugendzeit solch eine Erfahrung machen konnte. Ich habe eine gute Beziehung mit den Kindern und den Lehrern. Das war eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Repetitives Lernen von Lehrern habe ich mir gut eingeprägt. Die Kinder haben alles besser und leichter verstanden, wenn sie etwas mehrmals gesagt bekommen haben.

Mein Traumberuf ist Ärztin. Durch diese Erfahrung habe ich meine Vorstellung ein wenig geändert. Ich möchte nicht nur verletzte oder kranke Menschen behandeln sondern Menschen mit körperlichen Behinderungen oder seelischen Krankheiten. Mit Kunst und Musik möchte ich diesen Menschen helfen. Dieses Praktikum war ein erster guter Schritt.

Wenn ich später mit dem Abitur fertig bin, mache ich noch ein Praktikum bei alten Menschen. Persönlich bin ich glücklich und dankbar, dass ich diesen Menschen helfen konnte.

Hye-Da Eun

 

2) Bericht von Yannick May

Resümee

Meine Praktikumszeit im AWO Sozialzentrum Lauterbach gefiel mir sehr, und sie hinterließ bleibende Eindrücke. Ich bin der Meinung, dass man viel an Persönlichkeit dazugewinnt. In der AWO wurde mir verdeutlicht, wie viel Respekt älteren Menschen gebührt. Ich gewann an Verständnis und Toleranz gegenüber der älteren Generation. Teilweise ist es unglaublich mit anzusehen, wie auch kranke Menschen ihren Alltag weitesgehend fröhlich bewältigen, auch wenn sie zum Beispiel an den Rollstuhl gefesselt sind. Des Weiteren bin ich mir nun im Klaren darüber, welch ein Geschenk es ist, körperlich und geistig gesund zu sein und jemanden zu haben, der sich im Alter um einen kümmert. Trotzdem kann ich nur hoffen, dass ich im Alter gesund bleiben werde, denn vielen Leuten geht es auch nur den Umständen entsprechend. Weiterhin meine ich zu erkennen, dass ich nach Durchführen des Praktikums an Selbstständigkeit und an Kontaktfreudigkeit dazu gewonnen habe. Meine Erwartungen wurden übertroffen, denn ich habe weitaus mehr erlebt, als ich erwartete. Außerdem war die ganze Atmosphäre sehr locker und man hatte mehr Spaß als erwartet was es mir erleichterte, Kontakt mit den Leuten aufzunehmen. Die Praktikumszeit wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Ich bin mir sicher, dass dieses Praktikum mein Leben bereicherte, da ich Erkenntnisse gewonnen habe, die ich sonst wahrscheinlich nicht gewonnen hätte. Weiterhin bin ich der Ansicht, dass ich mir die erlernten Kompetenzen in der späteren Berufswelt zu Nutzen machen kann. Daher empfehle ich, das Praktikum durchzuführen, weil man mehr lernt, als man zunächst für möglich hält. Die Menschen, mit denen ich regelmäßig Kontakt hatte, waren überaus nette Personen, die es verdient haben, dass man ihnen mit Respekt begegnet. Der Slogan „Mensch sein für andere“, der in enger Verbindung mit dem Sozialpraktikum steht, bedeutet für mich, anderen Leuten zu helfen und für andere Menschen dazusein, da der Begriff „Mensch“ in diesem Fall mit gesellschaftlichen Werten und Normen in Verbindung gebracht wird. Das heißt, der Mensch sollte Tugenden wie unter anderem Uneigennützigkeit und Hilfsbereitschaft besitzen, die er auf andere Menschen anwendet. Der Mensch ist hierbei kein eigensinniges Individuum, sondern vielmehr jemand, der in eine Gruppe integriert ist und sich die Gemeinschaft zu nutzen macht, indem jeder jedem Hilfe leistet. Des Weiteren bedeutet der Slogan für mich, sich freiwillig für andere Leute einzusetzen und auf sie einzugehen. Die Leute in der Tagespflege ernst zu nehmen bedeutet, sich um sie zu kümmern, ihren Sorgen zu lauschen und ihnen Respekt und Achtung entgegenzubringen, auch wenn sie zum Beispiel durch Demenz ein wenig durcheinander wirken. Abschließend möchte ich sagen, dass ich eventuell die Tagespflege weiter besuchen werde. Die Leute dort werden mir sicherlich ebenfalls in Erinnerung bleiben.

Yannick May

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr Infos

Alles klar