Reise nach China – Ein Erfahrungsbericht Teil 2 – Schule

Schule

Die Schule ist gigantisch. Mit gefühlten 900 Schülern pro Jahrgang hat es uns erst mal umgehauen. Und gleichzeitig haben wir erlebt, dass vielmehr wir die Sensation waren! Denn eben all diese Chinesen standen dann plötzlich in der Pause auf allen Gängen und haben gewunken, getuschelt, gerufen und sich tierisch gefreut, wenn sie ein Photo mit Leuten aus unserer Gruppe machen durften.

Auch andere Dinge waren gewöhnungsbedürftig wie zum Beispiel der Internatsteil, in dem wir zum Glück nicht nächtigen mussten: Achterzimmer mit dürftigem Waschraum und einem kleinen Balkon zum Wäschetrocknen, keine Sitzgelegenheit, abgesehen von den harten Betten.

Es gab zwei nach Jungen und Mädchen getrennte Trakte, die abends mit einem heruntergelassenen Gitter gesichert wurden.

Direkt neben diesem Gebäudekomplex liegt der „Sportplatz“. Er besteht aus ungefähr zehn Basketballplätzen, drei Volleyballplätzen und einer Geräteanlage. Daneben wird noch die Turnhalle fertig gebaut (man bemerke, vor zwei Jahren wurde die Schule aus dem Boden gestampft!). Zusätzlich gibt es noch die zweistöckige Cafeteria, ein Teleskop, die Bücherei, den Versammlungsraum (mit den Ausmaßen von zwei Kinosälen), Computerräume etc… Und in jedem Klassen- wie auch anderem Raum Kameras, die jeden toten Winkel ausschließen. „Ausschließlich um das Mogeln bei Klassenarbeiten auszuschließen und zur Verbesserung der Lehrkräfte“, wird uns erklärt.

Befremdlich war auch der Morgenappell mit Flaggenhissung jeden Montag, bei dem man noch mal sehr eindrücklich merkte, wie viele Schüler tatsächlich auf diese Schule gehen.

Alle Klassen bestehen aus bis ca. 55 Schülern und der Unterricht hat eine starke Tendenz zum Schriftlichen. Jedoch haben wir die meiste Zeit nicht im Unterricht verbracht. Viel mehr haben wir uns im Basketball von unseren chinesischen Freunden „platt machen“ lassen, mit schüchternen Chinesen Photos gemacht und den viel zu gut gemeinten Tagesproviant  gegessen.

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