Reise nach China – Ein Erfahrungsbericht Teil 1

„Die Eindrücke bleiben das ganze Leben“

Schüler des Lauterbacher Gymnasiums nahmen an einem Schüleraustausch mit China teil – Alina Zhvanetska berichtet

Von Rebecca Narz (Quelle: Lauterbacher Anzeiger vom 27.10.2012)

LAUTERBACH/CHINA Schüler der Alexander-von-Humboldt Schule waren im Rahmen eines Schüleraustauschs zu Gast in China. Die erste Woche verbrachten sin in Xiangshan in ihren Gastfamilien und unternahmen Ausflüge zu Tempeln und Sehenswürdigkeiten. Xiangshan hat zwar mehrere Millionen Einwohner, ist aber dennoch eine eher ländliche Stadt. In der zweiten Woche besuchten die Schüler Shanghai, Peking, Hangzhou, Suzhou und Ningbo. Alina Zhvanetska war dabei und berichtet Jugendstil von der Reise.

Wie war die Reise für Dich und welche Erfahrungen konntest Du sammeln?

„Die Reise war für mich einfach grandios. Es waren so viele tolle Eindrücke, die in einem Bericht gar nicht alle zusammengefasst werden können. Voller Erfahrungen konnte ich wieder zurückkommen. Vor allem ist bei mir hängengeblieben, dass man wirklich auf alle Situationen im Leben vorbereitet sein muss. China hat mir gezeigt, dass im Leben Dinge auf einen zukommen können, die man so gar nicht erwartet. Eine völlig andere Kultur, andere Normen und Sitten. Man muss spontan mit ihnen umgehen können und auch in allem die positiven Seiten erkennen, versuchen Ungewohnheiten zu tolerieren und sich nicht dagegen zu sträuben.“

Wie war das Verhalten der Menschen gegenüber Euch deutschen Gästen?

„In den Gastfamilien herrschte eine sehr gute Atmosphäre. Nur außerhalb des Hauses wurde es manchmal ein wenig komisch. In der vergleichsweise nicht allzu großen Stadt waren ‚Fremde‘ nun mal nicht Alltag, so wurden wir von allen Seiten angestarrt, um Autogramme gebeten und von überall hörte man das Klicken der Kameras und der Handys. Nichtsdestotrotz waren alle wirklich sehr gastfreundlich, offen und immer hilfsbereit, egal um was es ging.“

Welche alltäglichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es in Verhalten und Lebensweise zu uns Deutschen?

„Verblüfft waren wir alle vom Schulsystem in China, denn die Schüler müssen, das auch am Wochenende – wobei dann alle drei Wochen Sonntag mal frei ist – manchmal bis um 21 Uhr in der Schule sitzen und lernen. Das Essen war sehr vielfältig. Wir konnten nicht glauben, was man denn alles mit Reis kochen kann. Von Hühnerfüßen bis hin zu sehr exotischen Eintöpfen war wirklich alles mit dabei. Auch Schmatzen beim Essen galt als höflich, und im Straßenverkehr musste man vor der Kurve hupen. Es gab also genug Sachen, die uns zuerst komisch vorkamen, an die man sich jedoch schnell gewöhnen konnte. Natürlich gab es auch Gemeinsamkeiten, es ist ja nicht so, dass China ein vollkommen anderer Planet ist.“

Welche Besonderheiten gibt es bezüglich des Stadt- und Landlebens?

„Auf dem Land haben die meisten Chinesen noch nie Menschen aus dem Osten gesehen, daher sahen sie uns als ihre Chance, solche mal von Nahem zu betrachten. In den Großstädten war dies nicht so, denn diese beteiligen sich auch international in allen Gebieten, so dass man sich in einer Großstadt nicht mehr so außergewöhnlich gefühlt hatte. In Metropolen wie Beijing oder Shanghai gab es viele Gemeinsamkeiten mit europäischen Metropolen, wie Einkaufsstraßen, Wolkenkratzer und an allen Ecken Restaurants und Hotels. Nur auf dem Land waren die Gassen und Märkte ein wenig anderes. Man verkaufte unter anderem auch lebende Tiere, die dann vor den Käufern geschlachtet und ihnen dann mitgegeben wurden. Eine große Vielfalt an verschiedenen Dingen, von Schmuck bis hin zu Küchenutensilien, war ebenfalls Standard, wie auch gefälschte Sachen.“

Was hat Dich an der Reise am meisten beeindruckt?

„Die Kulturgeschichte Chinas geht weit zurück. Dass diese trotz allem so weitergegeben wird, fand ich wirklich bewundernswert. Das Essen, die Tempel, allgemein die wunderschöne Architektur, bei der man nur staunen konnte. Ich war wirklich beeindruckt von den Plätzen, die wir besuchten – die Farben, Figuren wie Drachen oder andere Wesen, überall die chinesischen Lampen in allen Formen und Farben. Wenn ich jetzt an China zurückdenke, dann kommen mir genau diese Bilder in den Sinn. Ein sehr farbenfrohes Land mit vielen wunderschönen und kreativen Mustern, Bauarten und einer großen Vielfalt an Kunst und Musik.“

Würdest Du eine Reise nach China weiterempfehlen?

„Auf alle Fälle! China ist ein Muss für jeden, der sich für Kultur und Kunst interessiert und mal etwas anderes sehen will. Denn China ist komplett anders als Europa und die Eindrücke bleiben für das ganze Leben. Ein Land mit vielfältiger Kultur, Kunst und Musik. Auch wenn man am Anfang nicht ganz zurechtkommt, mit der Zeit gewöhnt man sich an neue Sitten und Bräuche. Ich empfehle wirklich jedem eine Reise nach China, egal ob alt oder jung. Es lohnt sich wirklich, weil diese Eindrücke uns ganz neue Ansichten von unserem Leben hier verschaffen, neue Perspektiven, aus denen man das Leben betrachten kann.“

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