Pilsen Austausch

Pilsen (Teil 1)

Kurz vor der Stadt Pilsen stieg die Stimmung. Alle waren sehr aufgeregt und hatten Angst,

ob sie die Familie verstehen würden, wie die Austauschpartner sind… Diese Fragen quälten uns schon einige Zeit davor. Dann angekommen, warteten die Austauschpartner schon am Bahnhof, jeder hoffte seinen Partner zu finden, aber da man schon einige Wochen davor Kontakte geknüpft, sich Bilder geschickt hatte, war das kein Problem. Große Freude breitete sich aus, als man die Personen traf, die man bis jetzt nur über Facebook oder E-Mail kannte. Jeder verließ mit seinem Austauschpartner den Bahnhof und war schon sehr gespannt auf die Familien. Einige trafen sich am Abend noch in der Stadt und verbrachten den Abend mit Klassenkameraden und Tschechen. Dann brach die erste Nacht in der fremden Republik und in den fremden Familien an. Jeder war erleichtert und froh, dass sie alle freundlich aufgenommen wurden und alle freuten sich auf die nächste Woche.

Prag

Am dritten Tag unserer aufregenden Klassenfahrt mussten wir morgens schon sehr früh aufstehen, denn es ging nach Prag. Beide Klassen versammelten sich am Bahnhof, um gemeinsam die Fahrt anzutreten.

Nach einer sehr lustigen Zugfahrt ging es in kleinen Gruppen los, um die Sehenswürdigkeiten von Prag zu besichtigen. Die längste Burg Europas, der Hradschin, mit dem besten Ausblick über die „goldene Stadt“ oder die Karls-Brücke musste jeder mal gesehen haben. Nach einem Fußmarsch von zwei Stunden ging das los, worauf sich alle gefreut haben: drei Stunden lang Freizeit in Prag, das hieß Shoppen, Shoppen, Shoppen.

Leider waren diese drei Stunden viel zu schnell vorbei, sodass wir uns alle am Bahnhof trafen um mit dem Zug wieder zurück nach Pilsen zu fahren. Diese Zugfahrt fiel ausnahmsweise sehr ruhig aus, da alle sehr müde und erschöpft von dem aufregenden Tag waren.

Die Brauerei

Unsere Reise durch die modernste Brauerei Europas, „Pilsner Urquell“, begann mit dem Gang durch das Jubiläumstor, welches als Eingang des Firmengeländes dient. Nach einer kurzen Vorstellung unserer Führerin ging es dann auch schon mit dem Firmenbus ab zur ersten Station. Am rund 50m hohen Wasserturm vorbei kamen wir zur größten Investition des Unternehmens, der Abfüllanlage.  Dort wurden nicht wir, sondern die Flaschen von Pilsener Urquell und der Firma Gambrinus abgefüllt. Beide Flaschenstraßen erreichen eine Kapazität von 120.000 Flaschen pro Stunde. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir dann das alte Brauhaus, welches zwar nicht mehr in Gebrauch ist, aber immer noch für Führungen und Veranschaulichungen genutzt wird. Nach einem kurzen Film über die Herstellung des Bieres kamen uns auch schon Gerüche von den Zutaten des Bieres entgegen. Das Getreide wurde gekostet, und ab ging es in die dunkle Unterwelt der Brauerei. Hierbei handelt es sich um bis zu 22 Meter tiefe und 9 km lange Katakomben. Früher lagerten hier allerdings bis zu 6300 Fässer und Bottiche. Staunen konnte man über die Größe des Eiskellers, der im Winter voll mit Eis (Wasser von den umliegenden Teichen) angefüllt werden muss und dann über ein ausgeklügeltes Kanalsystem die anderen Keller zu kühlen hatte. Kaum aus dem Staunen heraus gekommen, erwartete uns das neue Brauhaus. Ein Gebäude, nur aus Glas, in welchem dem Bier der Geschmack vom Original Pilsner Urquell, eingehaucht wird. Doch das ganze Rezept wissen wir nicht, denn dies bleibt weiterhin ein Familiengeheimnis.

Rückreise aus Tschechien

Nach einer wunderschönen, gemeinsamen Zeit mit unseren Austauschpartnern kam der Tag des Abschieds. Dieser fiel allen sehr schwer und Tränen flossen, die dann mit Schokolade, Schnitzeln und Keksen gestillt werden mussten.

Nachdem die Stimmung wieder gestiegen war, mussten wir noch einmal in der Tschechischen Republik umsteigen und bald danach überquerten wir die deutsche Grenze. Als wir dann im ICE nach Fulda saßen, stieg die Müdigkeit der gesamten Truppe schnell.

Doch auch die Freude auf zu Hause stieg bei jedem Kilometer.

Schließlich mussten wir dann noch einmal in Fulda umsteigen, wo schon ein Teil von uns abgeholt wurde. Bei der Ankunft in Lauterbach wartete schon eine ganze Meute Eltern, der wir freudig entgegenliefen. Alles in allem war es eine sehr lustige Fahrt, die wir (hoffentlich) nie vergessen werden. Außerdem freuen wir uns natürlich auch auf den Gegenbesuch unserer tschechischen Austauschpartner im Frühjahr 2013.

Von:

Lena Biermann, Kimberly Traud, David Klassen, Ronja Becker, Judith Thum, Julia Füg, Anina Wohnig und Mirco Hofmann

(stellvertretend für die Klasse 8a)

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr Infos

Alles klar