Fast aufs Siegertreppchen gerechnet

Lasse Listmann von der Alexander-von-Humboldt-Schule nimmt erfolgreich an der Mathematik-Olympiade teil

LAUTERBACH (pm). Jedes Jahr veranstaltet das Zentrum für Mathematik die „Mathematik-Olympiade“. Dieser Wettbewerb spricht Schülerinnen und Schüler von der fünften Klasse bis zur Q4 an. Er ist freiwillig und soll in erster Linie nur dazu dienen, jungen Leuten, die eine große Begabung für Mathematik haben und denen es einfach Spaß macht, zu rechnen und auch um die Ecke zu denken, ein passendes Angebot zu machen: Rechnen, rechnen, rechnen, lautet hier also die Devise. Für Lasse Listmann aus der Klasse 8d klingt das sehr gut. Der Fünfzehnjährige hat in diesem Jahr sehr erfolgreich am hessischen Landesentscheid der Mathematik-Olympiade teilgenommen und damit eine schöne Tradition des Lauterbacher Gymnasiums fortgesetzt, die die hohe Unterrichtsqualität an der AvH unterstreicht.

„Wir freuen uns tatsächlich sehr, dass wir mit Lasse nun schon zum vierten Mal in sechs Jahren auf Landesebene mithalten konnte“, freut sich Schulleiterin Gitta Holloch mit Lasses Mathematiklehrer Philipp Grundmann. Auch der Pädagoge war sichtlich stolz, seinem Schüler vor wenigen Tagen die Urkunde des Zentrums für Mathematik zu überreichen und ihm gleich noch einen Einkaufsgutschein und drei Schwimmbadgutschein in die Hand drücken zu können, die der Förderverein der Schule zu diesem hohen Anlass spendiert hatte. Lasse selbst nahm die Auszeichnung gelassen: „Es war anstrengend, aber es macht auch einen Riesenspaß, um die Ecke zu denken, Aufgaben zu lösen, das was man in der Schule gelernt hat, fortzuführen.“

Um bei der Mathematik-Olympiade erfolgreich zu sein, nehmen die Schülerinnen und Schüler zunächst an der Hausaufgabenrunde teil, deren Aufgaben das Zentrum für Mathematik stellt. Nach dem erfolgreichen Bestehen dieser Aufgaben findet die nächste Runde in der Schule statt: Eine vierstündige Klausur wartet auf die Rechenwütigen. Deren Ergebnisse werden dann von der Projektleitung Mathematik-Olympiade Hessen (MOH) in Bezug zu allen Teilnehmenden gesetzt – die Besten werden schließlich zum Landesentscheid eingeladen, der in der Regel an der Hochschule in Darmstadt stattfindet. Dieses Mal jedoch saß Lasse allein in einem separaten Raum der Schule und rechnete viereinhalb Stunden lang, was das Zeug hielt. Vorbereitet hatte er sich darauf im Rahmen eines zehnstündigen Online-Seminars. Lehrer Grundmann lobt diesen Einsatz seines Schülers: „Sich einem solchen Wettbewerb zu stellen, sich intensiv und mit Freude darauf vorzubereiten, zeugt von großem Ehrgeiz, von Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen. Auch wenn es am Ende nicht ganz für das Weiterkommen in die Bundesrunde gereicht hat.“ Lediglich ein Punkt hat dem 15-Jährigen gefehlt, um zu den Preisträgern zu gehören. „Erwähnenswert ist auch, dass alle Lösungen, die Lasse in den viereinhalb Stunden niedergeschrieben hat, komplett richtig waren. Hätte er mehr Zeit zu Verfügung gehabt, so hätte er bestimmt auch weitere Lösungen gefunden.“

Lasse selbst nimmt es sportlich: Er hatte Spaß, dabei zu sein und freut sich, soweit gekommen zu sein. So lag die Antwort auf die Frage, ob er nächstes Jahr wieder dabei sein möchte, auf der Hand: „Na klar!“

Text und Foto: Traudi Schlitt

Handschlag in Zeiten der Pandemie: Philipp Grundmann (links) gratuliert seinem erfolgreichen Schüler zum Erfolg bei der Mathematik-Olympiade.

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