Entdeckungsreisende in Sachen Kunst

Viel Kultur und Umweltschutz: Kunstausstellung der Alexander-von-Humboldt-Schule stand unter dem Motto „Wir sind Humboldt“

LAUTERBACH – (ruk). Die diesjährige Kunstausstellung der Alexander-von-Humboldt-Schule stand unter einem ganz besonderen Stern, denn 2019 ist „Humboldt-Jahr“. Hinter dem Titel „Wir sind Humboldt“ verbarg sich für die musischen Fächer und die AGs zum 250. Geburtstag ihres Namenspatrons ein gesamtes Jahr Vorbereitungszeit. Die Ergebnispräsentation konnte den zahlreichen Besuchern nun einiges bieten und viele begeistern. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Schulorchester unter Leitung von Markus Euler, der – trotz Erkrankung und Fieber – auch für die weitere musikalische Begleitung des Abends die Sorge trug. Auf einer Skala bis 10 schien man am Freitag eine 11 anzustreben. Würdigend positives Feedback gab es dazu sogar von Eltern im Flur, die freiwillig auf einen Stehplatz in der vollen Aula verzichteten.
Den Eindruck untermauerte nach einer Überleitung des Orchesters auch Schulleiterin Gitta Holloch in ihrer Rede. „Das Gemeinschaftsgefühl, den Zusammenhalt und vielleicht auch ein wenig den Stolz, Teil der Schulgemeinde sein zur dürfen“, erlebe man in der jährlichen Kunstausstellung, der „Bühne für viele Talente“ immer wieder. Wie man dies schafft, war ein offenes Geheimnis: mit ganz viel Einsatz. Selbst die schwangerschaftsbedingt nicht anwesende Fachsprecherin für Kunst und Initiatorin und der Kunstausstellung, Stefanie Michel, gäbe vom heimischen Schreibtisch genaue Regieanweisungen, berichtete Holloch und schickte per Videobotschaft einen großen Applaus aus dem Saal.
Ausgezeichnet wurde die Technik-AG unter Leitung von Hans-Georg Otterbein, und ein Glückwunsch ging an Andreas Rühl, der just den Freitag seine 2. Staatsexamensprüfung mit Erfolg abschloss. Weiterer Dank ging an die Projektleiter der Ausstellung, die man den Abend größtenteils auch persönlich antreffen und sprechen konnte, falls man sich in den unzähligen Themen der Arbeit von einem Jahr verlor. Schlussendlich hieß es nach einer kurzen Dankesrede und einem Wegweiser von Schulsprecher Ekko Stöpler und Stellvertreterin Leonie Kimpel dann „Bühne frei“ für die Tanz-AG. Unter Leitung von Tina Sieling erlebte man eine Tanzaufführung in den Stilen Contemporary, Modern Dance und HipHop und wurde anschließend von der Tanzgruppe über den Schulhof zu den Ausstellungsräumen geführt.
Die Ausstellung war das Herzstück des Abends, an dem sämtliche Jahrgänge beteiligt waren. Nach dem Unterricht am Freitag wurden die Klassenzimmer verwandelt und boten nun eine große Auswahl an interessanten Projekten über mehrere Flügel und Stockwerke. Während die Schüler der Tanz-AGs weitere Tänze in der Caféteria der Schule aufführten und dort auch die Musik-AG weiter für Unterhaltung sorgte, konnte man sich eben dort auch verköstigen und hatte somit den perfekten Startpunkt für die Entdeckungstour. Schon in den Fluren selbst gab es einige Überraschungen, wie man beispielsweise mitten in Theateraufführungen der DS-Kurse („Darstellendes Spiel“ unter Leitung von Julia Speck) laufen konnte. Oder aber man wurde selbst entdeckt, denn sicher vor den DS-Kurs-Außerirdischen, die die Spezies Mensch beobachteten, war man im Gebäude nirgendwo.
Ähnlich außergewöhnlich waren einige von den Kunst-AGs kreierte, bildnerische Werke zum Ausstellungsthema. Um nur ein paar zu nennen, sah man Aquarelle zu Höhlenforschern, kubistische Collagen, Plastiken aus Alufolie oder Seifentiere, Druckgrafiken wie Linol- und Styroldrucke, unzählige Malereien, Zeichnungen, Radierungen und Fotografie bis hin zu Designobjekten. Das alles und mehr war vertreten, viele spannende Dinge konstruiert aus Pappe oder Pappmaché. Vom Blumentopf zur Murmelbahn hatte alles tatsächlich immer eine mehr oder weniger verblüffende Verbindung zu Humboldt. Die Erstellung der unzähligen Kunstwerke förderten in Kunst-AG und -unterricht die Lehrerinnen Ute Bepler und Svenja Lutze sowie der vielleicht noch vom Kunstspaziergang Landenhausen letzte Woche bekannte Andreas Schmelzer, der von Frau Michel für „ein besonderes Beleben der grafischen Bereiche“ gelobt wurde.
In etlichen Werken fand man auch das Thema Umweltschutz wieder, was handwerklich durch Marc Spiegel und Schüler mit der Herstellung und dem Verkauf von Nistkästen gestützt wurde. Weiter durfte man im Foyer auch Schokoladen kaufen, mit deren Verkaufserlöse Baumpflanzungen unterstützten werden. Man konnte am Freitag damit einer ohne Frage abwechslungsreichen und spannenden, künstlerischen Entdeckungsreise rund um den Abenteurer, Forscher und Erfinder Alexander von Humboldt beiwohnen, der man den großen Einsatz dahinter anmerkte. Und auf die Humboldt selbst sicher stolz gewesen wäre.

Text und Fotos: Ruben König (Lauterbacher Anzeiger, 06. November 2019)

Musik, Tanz, Gemälde und Skulpturen – am AvH fanden viele Talente ihre Bühne.

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