Wie Information, Begegnung und Austausch bei der Berufsfindung helfen

Alexander-von-Humboldt-Schule startet neue Runde von „I am MINT“ mit den Unternehmen in der Region

LAUTERBACH (pm). Zukunfts- und praxisorientiert ist das Projekt „I am MINT“, das die Organisation SCHULEWIRTSCHAFT im Auftrag der hessischen Landesregierung und der Bundesagentur für Arbeit mit Unterstützung der hessischen Wirtschaft an teilnehmenden Schulen durchführt. Schon mehrere Jahre bietet die Lauterbacher Alexander-von-Humboldt-Schule ihren Schülerinnen und Schülern im Rahmen dieses Projekts die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen und sich im Austausch mit Azubi-Mentoren ein Bild von Ausbildung und Arbeitsalltag im jeweiligen Beruf zu machen. Viele Informationen und Möglichkeiten sind dies, für die die AvH ihren 10. Klassen alljährlich viel Zeit einräumt, denn: „Auszubildende werden gesucht, und man kann auch in einem Ausbildungsberuf erfolgreich sein und Perspektiven haben“, wie Oliver Stoy, Schulleitungsmitglied und Koordinator der Beruflichen Orientierung an dem Gymnasium, den Zehntklässlern ans Herz legte.

Zur Kick-off-Veranstaltung für die diesjährige Runde waren die beiden Projektkoordinatoren Alexander Bork und Dirk Meckel in den Vogelsberg gekommen; mitgebracht hatten sie einen Ausblick auf das Programm, das die Schülerinnen und Schüler im Lauf des Schuljahres erwartet, interessante Kreativitätsübungen und als Azubi-Mentor der Region Stefan Schulz von DuoPlast, der den Zehntklässlern für erste Frage zur Verfügung stand. Den Vormittag in der AvH begleitete als Projektverantwortlicher der Schule Thomas Dersch, der sich überzeugt zeigte, dass die jungen Leute neben ganz vielen nützlichen Informationen auch viel Spaß haben würden.

Das Projekt „I am MINT“ baut darauf, dass die Schülerinnen und Schüler im Lauf des Jahres verschiedene Partner-Unternehmen besuchen, die alle in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aktiv sind. Hier kommen sie in erster Linie mit geschulten Auszubildenden ins Gespräch – eine Begegnung auf Augenhöhe, ehrlich, authentisch und anschaulich, von der die Teilnehmenden in der Regel viel mitnehmen. „Wir möchten euch vermitteln, dass eine Ausbildung eine gute Alternative zu einem Studium sein kann“, so Meckel an die Schülerinnen und Schüler gewandt, „und euren Blick dahin lenken, wo man vielleicht nicht als erstes hinschaut.“ Insbesondere Mädchen täten sich immer noch schwer mit einer Entscheidung für einen Beruf aus dem MINT-Feld, so die Erfahrung der Experten, doch auch hier seien weibliche Auszubildende sehr gefragt.

Beide Koordinatoren unterstrichen die Bedeutung von guten Informationen für die Berufs- und Studienwahl: Wenn man sich gut vorbereitet habe und wisse, was auf einen zukomme, könnten Abbrüche und Frustration vermieden werden. Die AvH trägt dieser Idee Rechnung, indem sie den Zehntklässlern im Rahmen der Beruflichen Orientierung auch ein zweiwöchiges Betriebspraktikum und die Teilnahmen an dem Projekt „MINT Stars“ ermöglicht.

Kleine Kreativitätsspiele enthüllten in der Gruppe sowohl die Bedeutung von Kreativität und guten Ideen und offenbarten auch, wer bereits einen Berufswunsch hatte und wer nicht. Die geäußerten Wünsche waren dabei durchaus vielfältig, und die kreativen Herausforderungen hatten es in sich, machten aber auch viel Spaß. Mit ihrer Hilfe erarbeitete die Gruppe Kompetenzen, die man für Erfolg und Freude im Job mitbringen sollte, und trainierte freies Sprechen vor Publikum. Über den ersten Preis einer Namensschild-Challenge und die damit dotierte grüne I-am-MINT-Sonnenbrille konnte sich Merlin Loos freuen.

Nach dem Kick-off organisiert die Schule nun gemeinsam mit den Unternehmen die Besuche. Wie die unter den derzeitigen Bedingungen umgesetzt werden können, wird sich noch zeigen. Eine Alternative zu den Präsenzterminen bietet das Team von SCHULEWIRTSCHAFT mit Live-Streams an, die auch jederzeit auf YouTube abrufbar sind. Hier stellen die Koordinatoren den Azubi-Mentoren die Fragen, die sie aus den Kick-offs mitgebracht haben.

Zum Ende der Veranstaltung appellierten sowohl die Koordinatoren Meckel und Bork als auch der Projektverantwortliche Dersch an die jungen Leute, sich zu informieren, Neues auszuprobieren, offen zu sein: „Nutzt diese Chance!“

Text und Fotos: Traudi Schlitt

Das MINT-Kick-off-Team der AvH: Stefan Schulz, Alexander Bork, Dirk Meckel, Oliver Stoy, Thomas Dersch (v.l.n.r.)

Projektkoordinator Dirk Meckel blickte mit den Schülerinnen und Schülern auf „I am MINT“ in diesem Schuljahr.

Wie man sein Namensschild gleichzeitig schreibt, faltet und ausschneidet, konnten die Schülerinnen und Schüler bei dieser Challenge ausprobieren.

Sieger der Namensschild-Challenge wurde Merlin Loos.

Thomas Dersch, Projektverantwortlicher für „I am MINT“ an der AvH, sieht einen großen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler.

Heiteres Beruferaten im MINT-Bereich gehörte zur Kick-off-Veranstaltung.

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