Humboldt-Projekt

Das Bild zeigt Frau Keidel mit ihrer Lerngruppe

 

Alexander von Humboldt lebt seinen Traum

 

Lernende der Jahrgangstufe 9 erstellen im Rahmen Humboldt-Jahres Kurzdialoge zur Südamerika-Expedition des frankophilen Naturforschers

 

Im Jahr 2019 jährt sich der Geburtstag Alexander von Humboldts zum 250. Mal. Der 1769 in Berlin geborene Naturforscher begeisterte sich für zahlreiche Themengebiete, wobei sein besonderes Interesse stets der Natur galt. Schon früh träumte er davon, die Welt zu bereisen und zu erforschen. Von diesem unermüdlichen Erkundungs- und Wissensdrang ließ er sich nie abbringen und lieferte daher grundlegende Erkenntnisse in zahlreichen Wissenschaftsbereichen, wie Astronomie, Botanik, Chemie, Geographie, Klimatologie, Physik und  Zoologie. Er figuriert somit als einer der letzten Universalgelehrten, der nicht nur zu seinen Lebzeiten, sondern auch im 21. Jahrhundert fasziniert. Das Jubiläumsjahr soll daher Anlass dazu geben, den Namenspatron unserer Schule und seine außergewöhnlichen Forschungsleistungen in verschiedenen Ausstellungen, Aktivitäten und Projekten zu würdigen.

Den Auftakt des Humboldt-Jahres gestaltete die Fachschaft Französisch. Lernende der Jahrgangsstufe 9 setzten sich im Französischunterricht von Jana Keidel mit dem Leben des Naturforschers auseinander. In diesem Zusammenhang erstellten sie informative Plakate in französischer Sprache, welche die einzelnen Lebensetappen des Naturwissenschaftlers beleuchten. Ein besonderes Augenmerk war dabei auf Humboldts Verbindung zu Frankreich gerichtet. Die Jugendlichen thematisierten dabei, dass der deutsche Naturforscher über zwanzig Jahre seines Lebens in Frankreich, genauer in Paris, verbrachte, wo er in regem Austausch mit der französischen Wissenschaftsgemeinde stand. Darüber hinaus machten sie deutlich, dass Humboldt zahlreiche Publikationen auf Französisch verfasste. In diesem Zusammenhang hoben sie insbesondere den viel beachteten Reisebericht Voyage aux régions équinoxiales du nouveau continent hervor. Darin schildert Humboldt seine Forschungsreise nach Südamerika, die einen weiteren Schwerpunkt der Unterrichtseinheit bildete. Diese Expedition (1799-1804) unternahm er zusammen mit seinem Freund, dem französischen Arzt und Botaniker Aimé Bonpland. Die gemeinsamen Erlebnisse und Eindrücke reflektierten die beiden Wissenschaftler Jahre später in zahlreichen französischsprachigen Briefen. Ausgehend von einem solchen authentischen Brief, der an das Sprachniveau der Lernenden angepasst wurde, verfassten die Jugendlichen einen fiktiven Dialog zwischen Alexander von Humboldt und Francoise, einer französischen Forscherkollegin. Neben den Abenteuern, wie z. B. der Besteigung des Vulkans Chimborazo, wurden auch die Herausforderungen dieser Forschungsreise thematisiert. Die einzelnen Dialoge wurden von den Lernenden mit außerordentlichem Engagement und großer Kreativität verfasst und anschließend vor dem Klassenverband präsentiert. Zwei dieser fiktiven Gespräche sind neben den Plakaten zu Humboldts Leben auf dem Video zu sehen.

In der abschließenden Reflektion der Unterrichtseinheit wurde deutlich, warum Alexander von Humboldt auch heute noch Begeisterung auslöst: Es handelt sich hierbei um seinen unerschütterlichen Willen, seinen Traum zu leben und die Flora und Fauna dieser Welt zu erforschen. In diesem Sinne: Vivez vos rêves!

 

 

Text: Jana Keidel, Video: Johannes Greb

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