Das Ziel: erfolgreiche Schullaufbahnen gestalten

lexander-von-Humboldt-Schule informiert künftige Schülerinnen und Schüler samt Eltern über das umfangreiche Angebot des Gymnasiums

LAUTERBACH (pm). „Jeder Schüler ist uns wichtig“ – davon, wie eine Schule diese Philosophie mit Leben füllt, konnten sich am Samstagvormittag alle zukünftigen Gymnasiasten und deren Eltern in der Lauterbacher Alexander-von-Humboldt-Schule überzeugen. Das Gymnasium hatte sie eingeladen, um das pädagogische Angebot vor Ort zu entdecken, das sie vielleicht im kommenden Schuljahr selbst in Anspruch nehmen werden.

„Wie muss die neue Schule sein, damit sie euch gefällt?“ Mit dieser Frage an die Kinder begann Schulleiterin Gitta Holloch ihre Begrüßung und Einführung, und es waren nicht wenige Kriterien, die die aktuellen Viertklässler aufzählten: interessant soll es sein, die Lehrer sollen nett sein, es soll viel Musik gemacht werden, die AGs und der Unterricht sollen Spaß machen, die Räume sollen schön sein, die Mitschüler sympathisch. Wie es der Alexander-von-Humboldt-Schule gelingt, diese und noch einige andere Kriterien umzusetzen, erläuterte die Schulleiterin den mehr als dreihundert interessierten Gästen: mit einem Kollegium, das engagierten und leistungsorientierten Unterricht mache, mit einem großen Angebot an AGs und vielen kreativen Ideen, die den Unterricht interessant machen, mit neu gestalteten Räumlichkeiten und nicht zuletzt mit viel Musik. Genau davon hatten sich die Kinder und ihre Eltern bereits überzeugen können, waren sie doch von der Band-AG unter der Leitung von Jörg Becker und der Orchesterklasse 6b unter der Leitung von Wolfgang Scharrer musikalisch in der Aula der Schule begrüßt worden.

Während die zukünftigen Gymnasiasten ihre vielleicht neue Schule in Begleitung von eigens für sie tätigen Schulpaten entdecken konnten, informierten Holloch und Fachbereichsleiter Joachim Gerking die Eltern über Konzepte und Inhalte des Schullebens am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium:

Als selbstständige allgemeinbildende Schule verfüge man über ausreichende finanzielle Möglichkeiten, um in Unterrichtsentwicklung, die dafür notwendige Fortbildung der Lehrkräfte sowie weitere neue Unterrichtsprojekte zu investieren, so Holloch, die dies an einigen Beispielen erläuterte. Neben diesem Prädikat sei die Schule stolz auf das „Gütesiegel Hochbegabtenföderung“, auf die Teilnahme an den Programmen „Schule ohne Rassismus“ und „buddY“, ein Projekt zum achtsamen und respektvollen Umgang miteinander. Weiterhin wurde die Alexander-von-Humboldt-Schule für ihre hervorragende Berufs- und Studienorientierung mit dem OloV-Zertifikat ausgezeichnet. Sie ist darüber hinaus „Schule mit Schwerpunkt Musik“ – als eine von zwei Schulen im Vogelsbergkreis. Auch auf das verlässliche Angebot der „Ganztagsschule im Profil 2“ zeigte sich die Schulleiterin stolz: mit einer Unterrichtsgarantie bis zur 6. Stunde und einem AG- und Betreuungsangebot bis täglich 16 Uhr komme man den Wünschen vieler Eltern entgegen. Über das reine Unterrichtsgeschehen hinaus nehme die Alexander-von-Humboldt-Schule mit ihrem sozialen und kulturellen Engagement eine große Verantwortung für die Schule, aber auch für die Region, wahr, skizzierte Holloch einen weiteren Aspekt der schulischen Angebote und Zielsetzungen.

Fachbereichsleiter Gerking, an der Alexander-von-Humboldt-Schule verantwortlich für Unterrichtsentwicklung, erläuterte anschließend ausführlich, was man unter „guter Schule“ verstehe. So versuche man an der AvH den gesellschaftlichen Anforderungen nach mehr Abiturienten, mehr sozialer Gerechtigkeit und mehr Chancengleichheit gerecht zu werden. Vor dem Hintergrund zahlreicher pädagogischer Forschungen habe man sich an der Alexander-von-Humboldt-Schule dem Ziel verschrieben, kein Kind zurückzulassen. Dazu gehöre in den Augen der Schule auch die Erkenntnis, dass Klassenwiederholungen pädagogisch unwirksam sind, so Gerking. Vielmehr setze man hier auf Förderung bei Lernproblemen und die Schaffung eines lernförderlichen Klimas, dessen Aspekte Gerking ausführte. Dabei betonte er, dass die Schule auf ein hohes Leistungsniveau Wert lege. Mit Blick auf Unterrichtsentwicklung sei man auch im Dialog mit führenden Pädagogen und Unterrichtsforschern und hinterfrage die eigene Arbeit vor diesem Hintergrund. Ausschlaggebend für den Erfolg der Schülerinnen und Schüler sei guter Unterricht, betonte der Fachbereichsleiter, und dieser sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht abhängig von der Zahl der Schuljahre.

Hinsichtlich des Paralellangebots G8/G9 erläuterte Schulleiterin Holloch, dass die Erfahrungen mit G8 an der AvH durchaus positiv seien und dass sich Lehrkräfte, Eltern und Schüler eindeutig für die Weiterführung von G8 ausgesprochen haben. Sowohl G8 als auch der damit verbundene Status als Ganztagsschule hätten für die Schule und für berufstätige Eltern einen sehr hohen Stellenwert. Durch die Teilnahme am Schulversuch „Parallelangebot G8/G9“ werde es Schülerinnen und Schülern auch ermöglicht, am Lauterbacher Gymnasium in neun statt acht Jahren zum Abitur zu gelangen: „Unser Ziel ist es, erfolgreiche Schullaufbahnen zu gestalten“, so Holloch abschließend, und das stehe an der AvH im Mittelpunkt aller Überlegungen.

Einen ersten Überblick über das große Angebot der Schule konnten sich die Gäste während eines Rundgangs verschaffen: Die Kinder konnten an verschiedenen Projekten teilnehmen und sich über AGs und die vielfältigen Angebote informieren. Und natürlich konnten sie an den „Instrumenten schnuppern“, die die Schule für die Orchesterklasse 5 im kommenden Schuljahr angeboten werden.

Fazit der Eltern nach einem sehr informativen Vormittag an der Alexander-von-Humboldt-Schule: Eine Schule mit einem anspruchsvollen Konzept und einem für die Region äußerst vielfältigen Angebot!

 

Mehr als 300 Besucher verfolgten mit großem Interesse die Infoveranstaltung in der Aula der Alexander-von-Humboldt-Schule.

Lebhaften Musikunterricht versprachen Markus Euler (links) und Wolfgang Scharrer.

Musikalisch begleitet ging es auf zum „Instrumente-Schnuppern“!

Das Lauterbacher Gymnasium hat ein großes und vielfältiges Nachmittagsangebot. Warum nicht einmal Tennis ausprobieren? Tennislehrer Joachim Weidenboerner, Kooperationspartner der AvH, informierte über die von ihm angebotene Tennis-AG.

Text und Fotos: Traudi Schlitt (Frische Texte & Co.)

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