Das Buch stirbt nicht aus – Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbes

LAUTERBACH. Augen auf die Bühne richten, Ohren spitzen und richtig zuhören – dies taten am gestrigen Donnerstagmorgen rund 200 Augen- und Ohrenpaare, um alle zehn Schulsieger des Vorlesewettbewerbs im Kreisentscheid des Vogelsbergkreises zu sehen und zu hören. Ausrichter der Veranstaltung, die sich jedes Jahr immer in den 6. Klassen wiederholt, war am gestrigen Morgen die Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach. Jeder der jungen Lesetalente traute sich dort in der Aula auf die Lese-Bühne – präsentierte kurz inhaltlich ein Buch seiner Wahl und las dann daraus für zwei bis drei Minuten vor. Geprüft wurde das Lesekönnen von fünf geschulten Jurymitgliedern, die fast ausschließlich aus dem Lauterbacher Buchgewerbe stammen. Sie hatten die Qual, aus den zehn Schulsiegern der 6. Klassen des gesamten Vogelsbergkreises den Besten oder die Beste für den kommenden Bezirksentscheid zu wählen.
Aber alle Teilnehmer gingen bereits als Sieger in den Lesering, denn sie haben bereits in ihrer eigenen Schule den Schulentscheid gewonnen. Das gängige Klischee, dass Mädchen besser als Jungen lesen würden, konnte gestern ganz sicher nicht bestätigt werden, denn Elias Thum von der Oberwaldschule Grebenhain entschied den Kreisentscheid des Lesewettbewerbs für sich. Nachdem er schon aus seinem selbst gewählten Buch „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren ausgezeichnet vorgelesen hatte, überzeugte er die Jury im zweiten Teil des Wettbewerbes schlussendlich. Hier müssen alle Teilnehmer einen unbekannten Text – möglichst fehlerfrei und gut betont – vorlesen. Das von der Jury ausgewählte Buch „Wunder“ von R.J. Palacio hatte zwar seine Tücken, die Elias aber hörbar meistern konnte.
Alle zehn Schulsieger – fünf Mädchen und fünf Jungen – vertraten ihre Schulen rühmlich und erhielten Applaus und Beifall von Deutschlehrerinnen und Lehrern, von Eltern, Klassenkameraden und Freunden. Sie nahmen ihr Publikum mit in die Welt von Jack Londons  „Wolfsblut“ und reisten „Per Anhalter durch die Galaxis“ in Douglas Adams Jugendbuch. Jugendbuchklassiker von Astrid Lindgren aber auch Neuheiten wie „HDGDL“ wurden ausgewählt. Und nicht zuletzt wurde wieder einmal deutlich, dass das Buch als Kulturgut nicht auszusterben droht, wenn es immer wieder solch fleißige Sechstklässler gibt, die ihre Leselust zum Besten geben.  +++
Die Jurymitglieder
Gerlinde Becker (Buchhandlung „Lesezeichen“, Lauterbach)
Andreas Goldberg (Stadtjugendpfleger, Lauterbach)
Claudia Götz-Walk (Buchhandlung „Das Buch“, Lauterbach)
Martin Krauss (Elf Uhr Verlag, Lauterbach)
Petra Scheuer (Stadtbücherei Lauterbach)
Die TeilnehmerInnen des Vorlesewettbewerbes
Vanessa Bleser (Schule an der Wascherde Lauterbach)
Andreas Hitzel (Gesamtschule des Vogelsbergkreises Mücke)
Helene Kimpel (Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach)
Leon Möller (Gesamtschule Schlitzerland Schlitz)
Marie Platschka (Gerhart-Hauptmann-Schule Alsfeld)
Yannis Schlosser (Ohmtalschule Homberg)
Leonie Schneider (Vogelsbergschule Schotten)
Luca Marie Stork (Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld)
Elias Thum (Oberwaldschule Grebenhain)
Luca Eric Zinn (Mittelpunktschule Angersbach)

Helene Kimpel stellte ein Buch von Andreas Steinhöfel vor

Die fünf Jurymitglieder hörten genau zu

Frau Hommel (Deutschlehrerin an der Alexander-von-Humboldt Schule in Lauterbach) moderierte die Veranstaltung

Die Lesebühne

Frau Scheuer stellte das Buch „Wunder“ von R.J. Palacio vor

Marie Platschka (Gerhart-Hauptmann-Schule Alsfeld)

Luca Marie Stork (Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld)

Alle Teilnehmer applaudierten dem glücklichen Kreissieger

Elias Thum hat es geschafft

Die zehn Schulsieger

v.l.: Gitta Holloch (Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach), Hanna Borchers und Regine Hommel (Deutschlehrerinnen in 6. Klassen der Alexander-von-Humboldt-Schule) und Petra Scheuer (Stadtbücherei Lauterbach) mit dem Gewinner Elias Thum

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