AvH-Chinareisende jetzt an der chinesischen Partnerschule

LAUTERBACH (pm). Die Reise der Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule neigt sich dem Ende zu. Die letzte Station war der Besuch bei jungen Chinesinnen und Chinesen in Xiangshan, wo seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit der dortigen Highschool besteht. Erst vor wenigen Wochen hatten sich die jungen Leute in Lauterbach getroffen. Der Gegenbesuch fiel sehr herzlich aus, und die Reisenden aus dem Vogelsberg konnten in ihren Gastfamilien tief in den chinesischen Alltag eintauchen. Ein Bericht von Lene Kahabka.

Als wir ankamen, traf ich auf andere deutsche Austauschschüler, und wir erzählten uns von unseren ersten Eindrücken. Am ersten Tag in unserer Austauschschule lernten wir, wie ein Scherenschnitt gemacht wird, besuchten einen See und einen chinesischen Kindergarten, wo wir mit den Kindern spielten. Der krönende Abschluss war ein Fußballspiel, China gegen Deutschland, bei dem zahlreiche Schüler um uns herumstanden und mitgefiebert haben. Eindrücke wie über den Schulhof zu laufen und von 300 Menschen zugewunken zu bekommen und als „Fremde“ angestarrt zu werden, waren neu für mich.

Am nächsten Morgen wanderten wir einen Berg hoch; der mühselige Weg lohnte sich, da man am Gipfel eine wunderschöne Aussicht über Xiangshan hatte. Weiter ging es zu einem buddhistischen Tempel, wo Mönche eine Zeremonie zeigten. Wieder in der Schule angekommen, wurde uns die chinesische Kultur ein bisschen nähergebracht: Wir machten tie-dyeing, eine besondere Art der Batik. Seit 2000 Jahren sind Tücher, die zusammengeknotet in Farbe getaucht werden und damit ein wunderschönes Muster erhalten, eine verbreitete Tradition in China. Nach der Schule, die um 17:20 Uhr endet, ging es für mich wieder zu meiner Gastfamilie, wo meine Gastmutter für uns gekocht hatte. Es schmeckte sehr gut, auch wenn ich bei einigen Sachen bis jetzt nicht weiß, was ich da gegessen habe. Nach dem Abendessen gingen wir alle zusammen in einen Supermarkt zum Einkaufen – eigens für mich. Es war gigantisch: Endlose Gänge mit tausenden von Produkten und noch mehr Menschen kamen mir entgegen, ich war die Fremde und wurde an allen Ecken angestarrt. Auch bei einem Besuch in der Stadt zog ich sehr viel Aufmerksamkeit auf mich. Nach unserem Einkaufsbummel ging es für mich und meine Gastgeschwister ins Kino, wo wir uns einen Film, anschauten – zum Glück auf Englisch! Mit dem Taxi ging es für umgerechnet 1,30 € nach Hause. Dort fiel ich müde und erschöpft von den letzten Tagen in mein Bett. Dennoch: Glücklich und dankbar über meine Chance China bereisen zu dürfen, schlief ich ein.

Bericht: Lene Kahabka; Fotos: Karsten Krämer

Schülerinnen und Schüler der AvH nehmen an einem Kunstrprojekt ihrer chinesischen Austauschschule teil und sind sichtlich zufrieden über ihre Batik-Produkte

Ein Teil der deutschen Schülergruppe beim Besuch eines chinesischen Kindergartens in Xiangshan

Der Schulleiter der Highschool Nr. 3 in Xiangshan, Herr Han, freut sich während der Begrüßungszeremonie über Gastgeschenke von AvH-Studienleiter Karsten Krämer. Rechts: André Tolksdorf

Lene Kahabka berichtet über ihre persönlichen Eindrücke in Xiangshan.

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