Zwischen alten Traditionen und Hightech pur

Gruppe der Alexander-von-Humboldt-Schule reist weiter nach Suzhou und Schanghai

LAUTERBACH (pm). Seit mehr als einer Woche sind die Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule nun schon im Reich der Mitte unterwegs. Von Peking aus führte die Reise die Gruppe weiter nach Suzhou. Die westlich von Shanghai gelegene Stadt ist bekannt für ihre Kanäle, Brücken und klassischen Gärten. Nicht umsonst wird sie als das „Venedig des Ostens“ bezeichnet. Besonders berühmt ist hier die siebenstöckige schiefe Wolkenfels-Pagode, die natürlich auch die Reisenden aus dem Vogelsberg besichtigten.

Von diesem Reiseabschnitt berichten Trixi Eurich und Hannah Pschierer per WhatsApp. Ganz begeistert zeigten sie sich von dem Besuch im Teesalon – besser gesagt im Tee-Paradies: 150 Teeläden fanden sie in Shanghai, der nächsten Etappe, in einem einzigen Kaufhaus – unnötig zu sagen, dass sie hier tausende verschiedene Sorten hätten probieren können. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten das freundliche Angebot zum Probieren und ließen sich von den Teeexperten über verschiedene Geschmacksvarianten beraten. „Unser Schülerinnen und Schüler haben hier begonnen, die hochwertigen Tees ganz bewusst zu genießen und somit einen wichtigen Teil der chinesischen Tradition kennengelernt“, beschreibt es Karsten Krämer, gemeinsam mit André Tolksdorf die begleitende Lehrkraft der Lauterbacher. „Hier gibt es viel mehr Tees als in Deutschland“, freut sich Trixi. Sie hat hauptsächlich Grüne und Schwarze Tees gefunden, die nicht nur viel besser schmeckten als in Deutschland, sondern auch noch erheblich günstiger waren. „Etwas problematisch war natürlich die Verständigung mit den Teeverkäufern, aber irgendwie hat auch das geklappt, obwohl diese kaum Englisch sprachen“, ergänzt die 15-Jährige.

Interessante Einkaufserlebnisse hatten die jungen Leute auch auf dem Fakemarkt – dort gibt es wohl alles zu kaufen was das Konsumentenherz begehrt. „Der Markt in Shanghai ist noch viel größer als der in Peking“, so die Einschätzung der China-Reisenden, noch dazu seien die Verkäufer weniger aufdringlich und auch das kulinarische Angebot lasse sich sehen!

In Shanghai, der größten Stadt Chinas, hatte es besonders die berühmte Uferpromenade des Huangpu-Flusses den Lauterbachern angetan. Dort liegen auf der einen Seite viele Häuser aus der Kolonialzeit, über deren europäischen Stil sich die jungen Leute inmitten von Hochhäusern und chinesischer Baukultur doch sehr wunderten. Sie genossen das Treiben in dieser besonderen Atmosphäre, die offenbar auch vielen Hochzeitspaaren als Kulisse für ihre Fotos gefällt. Auf der anderen Seite erhob sich die futuristische Skyline des Bezirks Pudong mit dem Shanghai Tower und dem Oriental Pearl Tower.

„Fast überall trafen wir eine deutsche Reisegruppe, die anscheinend das gleiche Programm hatten wie wir“, lachen die beiden Mädchen, die gemeinsam mit ihren Schulkollegen und offenbar noch jeder Menge anderer Touristen die berühmte Einkaufsstraße Road 90 eroberten. Hier berichten sie von tanzenden Verkäufern, leckerem Früchtekuchen und vielen teuren Markenläden – die Originale, der Fakes, die man noch wenige Tage zuvor auf den Märkten in Peking und Suzhou hatte kaufen können. Auch der bekannte Yu-Garten, ebenfalls am Fluss in der Nähe des Pudong-Bezirks gelegen, stand auf dem Programm in Shanghai. Viele Statuen mit Tiermotiven, traditionelle chinesisch Architektur und lebende Tiere wie Schildkröten und Koikarpfen gab es hier zu sehen, auch wenn, wie Trixi und Hannah zugaben, der Programmpunkt „Shoppen“ den meisten Mitreisenden attraktiver erschien. Dass man dabei auch Kultur entdecken kann, stellten die Schülerinnen und Schüler auf dem Alt-Shanghaier Markt fest: Altchinesische Architektur, typische alte Souvenirläden, in denen früher Gemüse und Früchte verkauft wurden, viele traditionelle Geschäfte und besondere Attraktionen wie Portraitzeichnen entdeckten die Reisenden hier. Obwohl in einem alten Bezirk, gab es auch viele moderne Geschäfte, die zum Verweilen einluden und die den interessanten Charakter der Stadt – Tradition trifft Hightech – einmal mehr unterstrichen. Ganz besonders deutlich wurde dies bei einem nächtlichen Besuch auf dem Jingmao Tower. Die Skyline von Shanghai bei Nacht bot einen grandiosen Ausblick und schuf ein ganz anderes Ambiente als bei Tag. „Hier gibt es viel, viel mehr Lichter als bei uns zuhause“, gerieten die Mädchen in Verzückung und konnten sich kaum sattsehen an diesem wunderschönen Anblick.

Nach Shanghai steht schon die letzte und vielleicht wichtigste Etappe auf dem Programm: das Wiedersehen mit ihren Partnerschülern. Dazu geht es weiter nach Xiangshan. Von dort wird man in wenigen Tagen lesen.

Text: Traudi Schlitt; Fotos: Karsten Krämer

Ein architektonisches Highlight der Reise: Die siebenstöckige Pagode von Suzhou.

Faszinierende Atmosphäre: Die Altstadt von Shanghai in nächtlichem Glanz.

Ein atemberaubender Anblick auf das nächtliche Pudong-Viertel bot sich den Schülerinnen und Schüler vom Jingamo-Tower aus.

Gruppe vor Skyline: Die Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule mit ihren Lehrern André Tolksdorf und Karsten Krämer vor dem berühmten Hightech- Pudong-Bezirk von Shanghai.

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