Zu Beginn unserer Exkursion bekamen wir eine Einführung in die vielschichtige Geschichte des historischen Geländes, das seit seinem Bau im Jahr 1113 als Kloster nie lange leer stand. Unsere Führung ging durch mehrere Gebäudeabschnitte und gewährte uns einen Einblick in den Alltag der Inhaftierten, deren Erfahrungen uns anhand dokumentierter Aussagen von Zeitzeugen gezeigt wurden. Während unserer Führung konnten wir Einblick in Kopien von historischen Quellen (Zeitungsausschnitte, Fotos, Dokumente etc.) nehmen, die die nationalsozialistische Ideologie und Haltung gegenüber den Inhaftierten veranschaulichten.
Nach der Führung erhielten wir eine Einführung in die Aktenarbeit und arbeiteten dabei verschiedene Informationen aus den Reproduktionen der Häftlingsakten heraus, um diese zu vergleichen. Durch das Sichten der Akten bekamen wir ein besseres Verständnis für das Schicksal der Inhaftierten und betroffenen Personen.
Zum Abschluss unseres Besuchs führten wir Übungen zur Sprachsensibilisierung durch, bei denen wir Begriffe wie z.B. „asozial“ oder „Evakuierung“ definierten und uns anschließend ihre Verwendung im Nationalsozialismus anschauten.
Unser Besuch der Gedenkstätte Breitenau hat unser Wissen vertieft und viele unserer offenen Fragen geklärt.
Text: Emma Albach-Guzman