Beste „Buchartistin“: Lorena Pavlovic vertritt den Vogelsbergkreis im Regionalentscheid

Spannende Runde im Kreisentscheid an der Albert-Schweitzer-Schule

ALSFELD (pm). 600.000 Kinder an 7.200 Schulen nehmen seit 56 Jahren jährlich am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teil – stolze Zahlen, über die sich nicht nur der Veranstalter, sondern auch die beteiligten Schulen und Buchhandlungen freuen, fördert dieser Wettbewerb in den teilnehmenden sechsten Klassen doch die Lesefreude und die Lesekompetenz. „Begeisterung für Geschichten zu erwecken und die Faszination des Erzählens zu vermitteln“, das war die Grundidee des Börsenvereins, als er 1959 den Vorlesewettbewerb aus der Taufe hob. Als „Buchartisten“ bezeichnet der Börsenverein die Schülerinnen und Schüler heute, als Botschafter für das Lesen. Große Worte und ein hoher Anspruch, den die Zwölfjährigen erfüllen sollen – in erster Linie steht bei ihnen allerdings die Freude im Vordergrund, so viel war deutlich, als am vergangenen Donnerstag elf Schülerinnen und Schüler aus Schulen des ganzen Kreises in der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld zusammenkamen, um zu ermitteln, wer den Vogelsbergkreis im Frühling beim Regionalentscheid vertritt.

Schulleiterin Elisabeth Hillebrand und Fachbereichsleiter Thomas Weidemann begrüßten die jungen Vorleser, die mit ihren Eltern oder Lehrkräften und ihren Freundinnen angereist waren. Sie kamen aus Mücke, Angersbach, Lauterbach, Grebenhain, Schotten, Schlitz, Homberg/Ohm und Alsfeld. Dort waren sie Siegerinnen und Sieger ihrer Realschulen oder Gymnasien und hatten für die erste Runde ihre Lieblingslektüre mitgebracht. Sie stellten Autoren und Geschichte vor und lasen jeweils ca. vier Minuten daraus vor. Die Jury, bestehend aus literaturbegeisterten Experten – Buchhändler Alexander Heinz, Journalistin Traudi Schlitt, Elternbeiratsvorsitzende Elisabeth Döring, OVAG-Jugendliteraturpreisträgerin Caroline Benz und Oberstufenschüler Jan-Niklas Sieger – hatte viel zu tun, schließlich galt es, möglichst differenziert über die einzelnen Kriterien zu urteilen. Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl waren in der ersten Runde zu bewerten: Lasen die Schülerinnen und Schüler sicher und flüssig? Hatten sie eine deutliche Aussprache und ein angemessenes Lesetempo? Betonten sie sinngemäß und wurde der Text inhaltlich und atmosphärisch gut umgesetzt? Gelang es, die Stimmung des Textes an das Publikum zu vermitteln und war der Vortrag lebendig und eindrucksvoll gestaltet? Auch in der zweiten Runde – hier mussten die Schülerinnen und Schüler einen unbekannten Text lesen – achtete die Jury auf genau diese Kriterien.

Und die Beurteilung war gar nicht so einfach – schließlich waren von allen teilnehmenden Schulen nur die Besten gekommen und die lagen in ihren Leistungen alle eng zusammen, wie Alexander Heinz von der Jury betonte. Caroline Benz schließlich – selbst noch Schülerin an der Albert-Schweitzer-Schule – hatte die Ehre, die Gewinnerin des Kreisentscheids gemeinsam mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ehren und ihnen Urkunden und Buchgeschenke zu überreichen. Sehr knapp, aber einstimmig, hatten die fünf Jurymitglieder sich für Lorena Pavlovic ausgesprochen. Sie besucht die Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach und nahm von Elisabeth Hillebrand und Thomas Weidemann die Glückwünsche der veranstaltenden Schule entgegen. Auch die Jury ließ es sich nicht nehmen, der besten „Buchartistin“ des Kreises 2015 zu gratulieren und viel Erfolg beim kommenden Regionalentscheid zu wünschen.

„Der gläserne Fluch“ war das Auswahlbuch, das Siegerin Lorena Pavlovic in der ersten Runde vorstellte.

Jurorin Caroline Benz übergab Kreissiegerin Lorena Pavlovic ihre Siegerurkunde und den Buchpreis.

Kreissiegerin Lorena Pavlovic (vorne, Dritte von links) im Kreis der Mitvorleser, der Jury und der Schulleitung der Albert-Schweitzer-Schule.

Text und Fotos: Traudi Schlitt (Frische Texte & Co.)

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