Begegnung mit der Antonius-von-Padua-Schule in Fulda

Begegnung ist das wirksamste Mittel gegen Isolation“

Mit diesen Worten fasste Hanno Henkel, Schulleiter der Antonius-von-Padua-Schule in Fulda, den Leitgedanken der Projekt-Aufführung „Peter und der Wolf“ zusammen, die in der Aula der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach stattfand. Zuvor hatten auch Gitta Holloch, Schulleiterin der AvH, sowie Wolfgang Scharrer, Leiter des Fachbereichs Musik, alle Beteiligten des Projektes sowie Schüler beider Schulen und die Gäste der Reinickendorf-Schule, Lauterbach begrüßt.

Jede Schule lebe ein wenig in ihrer eigenen Welt – sei es die eines Gymnasiums oder auch die einer Förderschule für Lernhilfe, und schnell kann die eigene Welt zur Isolation werden, so Henkels kurze Einleitung. Wirklich wirksam gegen Isolation sei nur der direkte Austausch, die Begegnung, und der gebe man mit dieser speziellen „Peter und der Wolf“-Aufführung einen Raum.

Die AvH hatte bereits mit der Gemeinschaft Altenschlirf das beliebte Werk von Prokofjeff erfolgreich an mehreren Orten der Region aufgeführt. Auch die Schüler der Padua-Schule hatten sich über drei Wochen in einem fächerübergreifenden Schulprojekt „Peter und der Wolf“ mit allen Sinnen gewidmet: Es wurde schauspielerisch dargestellt, gemalt, gesungen, gelesen oder dazu gebastelt.
Sabine Wittich, eine der verantwortlichen Lehrkräfte, hatte vor diesem Hintergrund den Kontakt zu Wolfgang Scharrer gesucht, um nach einer gemeinsamen Darbietungsmöglichkeit zu fragen, da die Kunde vom Erfolg der Kooperation mit Altenschlirf auch zum Antoniusheim gedrungen war, zu dem die Padua-Schule gehört.

Um den zeitlichen Vorlauf zu vermeiden, den eine erneute große Aufführung gefordert hätte, entstand die Idee, das Stück mit den rollentragenden Instrumenten/Musikern des AvH-Orchesters und den Sprechern/Schülern aus der Padua-Schule im Rahmen einer Schulstunde experimentell und ohne lange gemeinsame Probenphase zu inszenieren.

Die gesamte Padua-Schule reiste an, man spielte kurz den Ablauf durch und das Experiment begann. Die Musiker und Instrumental-Protagonisten stellten sich mit der sie charakterisierenden Melodie vor und waren so für die Dauer der Aufführung Peter, Katze, Vogel, Ente, Wolf, Großvater und Jäger. Jeweils 9 Schüler aus jeder Stufe der Padua-Schule trugen die vorbereiteten Textzeilen ihrer Sprechrolle vor.

Sowohl Sprechende als auch Musizierende vermittelten ihre Freude an der Aufführung, was für das Publikum deutlich spürbar war. Gitta Holloch stellte nach dem langen Schlussapplaus treffend fest: „Das Experiment ist gelungen!“ Auch Sabine Wittich und Wolfgang Scharrer waren von der Dichte der gemeinsamen Interpretation bewegt. Orchesterleiter Scharrer drückte dies nach der Aufführung so aus: „Für mich war es eine Erfahrung von einer großen Unmittelbarkeit.“ Zur Magie des Stückes kam noch die Magie der Begegnung hinzu. Bei Aufführungen steht meist die Perfektion im Vordergrund und schnell wird vergessen, dass es auch das gemeinsame Tun von Darstellenden und Musikern ist, das Live-Darbietungen ihren Zauber verleiht. Und was hatte Hanno Henkel zu Beginn noch gesagt: „Das Wichtigste ist: Wir sind zusammen und wir probieren es aus.“ Alle Beteiligten werden noch lange gerne an dieses Zusammensein denken und auf ein Wiedersehen hoffen.

Musiker und ihre Rollen: Peter/Violinen: Nathania Greb, Katharina Junge, Leana Stein – Der Vogel/Flöte: Miriam Hiersch – Die Ente/Oboe: Jasmin Jäger – Die Katze/Klarinette: Markus Euler – Der Großvater/Fagott: Oliver Mitze – Gewehrschüsse/Pauken: David Kaiser – Die Jäger/Der Wolf: Ensemble mit Elisabeth Milde (Trompete) Sophia Reinhardt, Antonia Hoyer (Violoncello), Anna Deuchert, Reinhard Knier (Kontrabass), Christin Böschen (Klavier)

Sprecher: Eva-Maria Bähr, Louis Barth, Franziska Bickert, Thore Dechant, Süleyman Demir, Angelina Gensler, Amell Haji, Noah Hildenbrand, Nina Hohmann, Ferdinand Kleiss, Franziska Müller, Anna Ruhrmann, Niclas Rundnagel, Victoria Tucker, Noah Tzeggai, Otto von Molo, Luca Weber, Nico Westerkamp, Elena Wroblewski, Alidu Zakari

Technik: Licht- und Tontechnik-AG der AvH-Schule, Leitung: Hans-Georg Otterbein

Projektleitung Padua-Schule: Sabine Wittich

Musikalische und Projekt-Leitung AvH-Schule: Wolfgang Scharrer

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