Antibes: Sonne, Mittelmeer und ganz viel Französisch

Eine Woche Antibes, Sonne, Mittelmeer und ganz viel Französisch: Das stand uns bevor, als wir uns am 13. Mai 2017 um 22.00 Uhr auf den Weg Richtung Côte d’Azur machten.

Unsere Gruppe bestand aus 14 Schülern der Klassenstufen 8-Q2, darunter nur zwei Jungen, sowie Frau Reichardt und Herrn Hahn. Die Aufregung war groß, sollten wir doch in Gastfamilien untergebracht werden und würden also auf unsere Französischkenntnisse angewiesen sein. Jetzt stand uns zunächst jedoch eine lange Busfahrt bevor. Der Geräuschpegel in der Nacht hielt sich in Grenzen uns so schliefen wir alle so gut, wie man in einem Bus eben schlafen kann. Wir durchquerten die Schweiz und Italien, und als wir schließlich in Frankreich ankamen, verflog unsere Müdigkeit wie von selbst angesichts der tollen Landschaft, durch die wir fuhren. Mittags hielten wir in der provenzalischen Kleinstadt Grasse und besichtigten dort die Parfümerie Fragonard. Anschließend hatten wir noch ein bisschen Zeit zur freien Verfügung, bis wir unseren Weg fortsetzten. Am späten Nachmittag kamen wir in Antibes an, wo auch schon unser Animateur Antoine auf uns wartete, der uns die restliche Woche lang begleiten sollte. Kurz darauf trafen unsere Gasteltern ein, um uns abzuholen. Wir waren alle recht gut untergebracht, auch wenn es natürlich Unterschiede gab. Abends hatten wir Zeit unsere Gastfamilien beim gemeinsamen Abendessen etwas kennenzulernen, bevor wir erschöpft in die Betten fielen.

 Am nächsten Morgen stand dann erstmal der Sprachunterricht an. Wir waren aufgeteilt in A2- und B1-Kurse. Der Lehrer des B1-Kurs hieß Loic und war sehr lustig. Zuerst waren wir seine „Schatzis“, dann wurden wir zu „Schnitzels“. Der Sprachunterricht war hauptsächlich auf die Verbesserung des Französischsprechens ausgelegt. Wir machten Rollenspiele, schrieben aber auch kleine Texte und machten Grammatikübungen. Mittags aßen wir immer in der Schulkantine. Das Essen war stets ein heiß umstrittenes Thema, den einen schmeckte es, den anderen nicht. Satt wurden wir auf jeden Fall alle. Am Nachmittag führte uns Antoine erstmal durch Antibes, und wir machten eine Fahrt mit dem „Petit Train“. Wir sahen die Altstadt, den Hafen und den Strand. Danach hatten wir noch etwas Zeit zur freien Verfügung, bevor es zum Abendessen wieder zurück in die Gastfamilien ging.

Am Dienstag war vormittags wieder Sprachunterricht, nachmittags fuhren wir mit dem Bus nach Cannes. Auch hier führte uns Antoine herum und wir bestaunten die schöne Altstadt. Besonders beeindruckend waren die kunstvoll bemalten Häuser und die Vorbereitungen für das Filmfestival, welches am nächsten Tag eröffnet werden sollte. Auch in Cannes hatten wir wieder etwas Freizeit, die wir nutzten, um uns verschiedenen Geschäfte anzusehen, Eis zu essen (welches in Frankreich viel teurer, aber auch besser ist als in Deutschland), oder auch einfach nur die Sonne am Strand zu genießen. Abends ging es dann wieder zurück in die Gastfamilien.

Mittwochs hatten wir erst wieder Sprachunterricht, dann brachte uns der Bus nach Nizza, wo wir zuerst in ein modernes Kunstmuseum gingen. Einige Kunstwerke waren interessant, in anderen konnte man keinen Sinn erkennen. Danach führte uns Antoine über den Markt in der Altstadt und an der Promenade des Anglais entlang, bevor wir etwas Zeit zur selbstständigen Erkundung Nizzas hatten und uns dem Genuss von Eis, Crêpes, Shopping und Sonne aussetzten konnten. Im Nachhinein betrachtet war Nizza das schönste Ausflugsziel.

Am nächsten Tag wurden die beiden Sprachkurse zusammengelegt, denn es sollte eine Umfrage auf dem Marché Provençal gemacht werden. Die vielen Stände mit den teils exotisch anmutenden Waren waren ein Erlebnis für sich – wie auch alle nette Franzosen, die bereit waren, unsere Fragen zu beantworten. Nachmittags ging es dann nach Monaco, wo wir uns die Kathedrale und den Fürstenpalast ansahen, bevor wir alleine durch die Gassen wandeln durften. Im Gegensatz zu Nizza war Monaco mit seinen unzähligen Souvenirshops jedoch fast ein bisschen enttäuschend. Abends in den Gastfamilien fing man dann schon fast wehmütig zu packen an, sollte doch der Freitag unser letzter Tag in Antibes sein.

Am nächsten Morgen in der Sprachschule füllten wir alle einen Feedbackbogen aus und bekamen dann unsere Zertifikate, bevor wir uns schweren Herzens von Loic verabschiedeten und ein letztes Mal unser Mittagessen auf der Dachterrasse der Sprachschule mit herrlichem Blick über Antibes einnahmen. Nachmittags blieben wir in Antibes und machten eine Ralley im berühmten Picasso-Museum, dann gingen wir alle zusammen an den Strand. Während die einen sich sonnten, spielten die anderen eine Partie Fußball; Mädchen gegen Jungs, aus der die Mädchen als klare Gewinnerinnen hervorgingen. Später ging es dann zum Abendessen zurück in die Gastfamilien und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Um 21.00 Uhr fuhr unser Bus in Antibes los, obwohl wir eigentlich alle gerne noch länger geblieben wären. Die Rückfahrt verlief genauso reibungslos wie die Hinfahrt, auch wenn einige es vorzogen, noch bis spät in die Nacht tiefgründige Gespräche zu führen.

Um die Mittagszeit kamen wir wieder in Lauterbach an und wurden von unseren Familien in Empfang genommen. Uns blieb nur noch übrig zu sagen: Au revoir Antibes, wir kommen wieder!

Bericht: Leonie Oestereich (E2-F); Fotos: privat

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