Mit Fanfaren begrüßte die Schulgemeinde der Alexander-von-Humboldt-Schule am Mittsommerabend die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs. Das Musikensemble des Gymnasiums unter der Leitung von Felicia Eisenmeier und Markus Euler rahmte die feierliche Vergabe der Abiturzeugnisse ein, zu der die Absolventen mit ihren Familien und Freunden sowie das Kollegium in der Aula der Schule Platz genommen hatten.

„Es ist geschafft – fragt nicht wie“ – Unter dieses Motto hatten die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr ihr Abitur gestellt, frei nach einem berühmten Agenten im Dienst der englischen Krone. Dieses Motto griff Schulleiterin Gitta Holloch in ihrer Ansprache auf, zu deren Beginn sie allen Abiturientinnen und Abiturienten im Namen der Schule herzlich gratulierte. „Sie haben Ihre persönliche Mission erfüllt“, richtete sie das Wort an die erfolgreichen Absolventen, „und in den letzten Jahren auch viele Herausforderungen und Prüfungen überstanden.“ Ob man nun nachfragen solle, wie es geschafft worden sei? Vielleicht habe es hier und da ein geheimes Ass im Ärmel gegeben, ein wenig Hilfe von der KI, und dennoch: Mit dem Bestehen der Abiturprüfungen ohne jegliche geheimen Hilfsmittel hätten die Abiturientinnen und Abiturienten gezeigt, dass sie die Mission Schulerfolg erfolgreich bestanden haben. Die Schulleiterin zitierte aus den Umfragen im Jahrgang, dass fast siebzig Prozent der Absolventen mit den Ergebnissen zufrieden seien. Die Schülerinnen und Schüler hätten auch die Organisation und Rahmenbedingungen, die die Schule biete, mehrheitlich als positiv bewertet – eine Einschätzung, die sich später auch in den Dankesworten der Abiturientinnen und Abiturienten an ihre Tutorinnen und Tutoren widerspiegelte. Die Lehrkräfte würden als kompetent und empathisch gesehen, die Schule sei den Schülerinnen und Schülern zugewandt.

Jetzt sei es an der Zeit für neue Missionen, sagte die Schulleiterin: Studium oder Ausbildung in den verschiedensten Bereichen warteten auf die jungen Menschen, die das Schulmotto „Enjoy and achieve“ (Mit Spaß etwas erreichen) auch in ihre neuen Lebenswelten mitnehmen sollten – schließlich gelte es im Arbeitsleben, bald die „Boomer“ zu ersetzen.

Holloch dankte in ihrer Ansprache auch dem Kollegium des Gymnasiums und den Verwaltungskräften, die in den letzten Wochen 546 Arbeiten, 273 Gutachten, 205 Präsentationen und mündliche Prüfungen sowie 72 fachpraktische Prüfungen begleitet hatten – die letzten noch zwei Tage vor der Zeugnisverleihung. Ihr besonderer Dank galt Studienleiter Karsten Krämer. 91 Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule erhielten im Anschluss ihre Zeugnisse – 90 das Abitur, eine Absolventin den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Darüber hinaus konnten auch drei Nichtschüler ihr Abiturzeugnis in Empfang nehmen: Sie hatten sich mit der Studiengemeinschaft Darmstadt berufsbegleitend auf die Prüfungen vorbereitet und waren an der AvH geprüft worden – eine besondere Leistung, wie Holloch betonte.

In ihre Rede flocht die Schulleiterin viele Anekdoten aus dem Jahrgang ein: Sie erinnerte an Reisende, an Mutige, an Agenten und Meeresforscher, an Starke und Schwache – und alle im Jahrgang wussten, worum und um wen es ging. Zum Abschluss ihrer Ansprache versicherte sie den jungen Menschen, dass sie mit ihrer fundierten Schulausbildung bereit sein könnten für neue Aufgaben. Diese sollten sie mit „Gelingensoptimismus“ angehen und wie James Bond am Ende eines Films entspannt neuen Herausforderungen entgegen gehen. „Sie haben die Lizenz, sich auf einem gehobenen Niveau weiterzuentwickeln – die Mission Zukunft beginnt!“

Die Zeugnisvergabe an die einzelnen Tutorengruppen leiteten die Tutorinnen und Tutoren jeweils mit einer kleinen Abschiedslaudatio für ihren Kurs ein. Sie ließen Besonderheiten Revue passieren, erinnerten an Kursfahrten und zahlreiche Begebenheiten wie gemeinsames Kochen, Kanufahren oder Wandern im schottischen Hochland. Aus allen Reden und auch den kleinen Ansprachen der Abiturientinnen und Abiturienten an ihre Lehrkräfte sprachen Zugewandtheit und auch Dankbarkeit für die Zeit in der Oberstufe an der AvH. Mit kleinen Geschenken bedankten sich die Schülerinnen und Schüler bei ihren Tutorinnen und Tutoren, die auch von der Schulleitung ein Präsent für ihre Leistung erhielten. Auch die anwesenden Nichtschüler, die an der AvH ihre Abiturprüfungen absolvierten, wurden mit lobenden Worten bedacht.

Nachdem das Musikensemble eine weitere Fanfare gespielt hatte, ehrten die Mitglieder der Schulleitung eine Reihe an Abiturientinnen und Abiturienten für besondere Leistungen: Die Bestnote 1,0 hat in diesem Jahr als einzige Miriam Schwarzer erreicht. Sie gehörte auch zu den Geehrten im Bereich der Naturwissenschaften. Hier wurden neben ihr Ardan Aksu Deniz, Felix Schmidt und Ilka Kötschau ausgezeichnet. Preise im Bereich Deutsch, Politik und Wirtschaft sowie Ethik erhielten Lotta Gohlke, Tim Stock und Ardan Aksu Deniz. Die Pierre-de-Coubertin-Medaille im Bereich Sport ging an Vicky Jöckel. Für besonderes Engagement in der Schulgemeinde zeichnete zum Schluss Studiendirektor Oliver Stoy Peter Blank (SV), Salomé Maaser und Theresa Schulmeister (Musik und Orchester) sowie Esther Post (Sanitätsdienst) aus. Er verabschiedete die Festgemeinde mit allen guten Wünschen für einen großartigen Abiball und für die Zukunft, die nun beginne.

Text: Traudi Schlitt

Bilder: Frank Solf