PDF Drucken

Geschichte der Alexander-von-Humboldt-Schule


Bereits um 1800 existierte eine Privatschule in Lauterbach, die in den Räumen des Gasthauses "Zum Goldenen Esel" untergebracht war. Im Jahre 1897 plante der Stadtvorstand den Bau eines eigenen Schulgebäudes. Am 7. März 1902 wurde bei einer Feier der Grundstein der Schule gelegt. Baugrund war der ehemalige Friedhof in der Stadt.

Nach einem halben Jahr war die neue Schule fertig. Mädchen und Jungen wurden voneinander getrennt, doch 1911 entschloss man sich zur Koedukation. 1914 bis 1915 wurde die Schule "großherzogliche Realschule" genannt. Am 7. April. 1922 feierte die Realschule Lauterbach ihr 25-jähriges Bestehen.

1937 erfuhr die Schule eine weitere Aufwertung: den Ausbau zur Vollanstalt. Der erste Abiturientenjahrgang verließ 1942 das Gymnasium. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Schule den Unterricht wieder auf, doch nur bis Klasse 10. Die Neueinrichtung der Oberstufe im Jahre 1948 führte zu einer stetigen Aufwärtsentwicklung. Als dann der erste Nachkriegs-Abiturientenjahrgang die Schule verließ, war die Zahl der Schüler auf 340 gewachsen, und die Schule drohte aus allen Nähten zu platzen.

1954 baute man einen neuen Klassentrakt. Zwischen Altbau und Neubau 1 entstand 1955 eine Pausenhalle als Verbindung. 1956 wurde der Trakt, der 1954 angefangen worden war, mit sieben Klassenräumen, einem Musiksaal, der auch als Aula diente, einem Zeichensaal, einem Lehrerzimmer, einem Direktorzimmer mit Vorzimmer, einem Elternzimmer, einem Sammlungszimmer, fertiggestellt.

Bis 1960 entstanden zwei Klassentrakte und eine Schulturnhalle. In demselben Jahr wurde die Schule endlich fertig.

Im Jahre 1963 zeigte sich erneut Raumnot. Klassen wurden in den "Alten Esel" ausgelagert. Seit 1977 sind die Klassen 5 bis 8 im Gebäude der Haupt- und Realschule an der Wascherde untergebracht.


Unser Namenspatron:


Alexander Freiherr von Humboldt wurde am 14. September 1769 in Berlin geboren und starb am 6. Mai 1859 in seinem Geburtsort. Von Beruf war er Naturforscher und Geograph. 1799 bis 1804 forschte er zusammen mit A. Bonland im Gebiet der heutigen Länder Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru und Mexiko. Danach kehrte er über die USA nach Europa zurück. Mit Hilfe von exakten Messinstrumenten bestimmte er die Lage des Casiquare und bestieg den Chimborazo bis 400 m unter den Gipfel. Nach der Heimkehr lebte er hauptsächlich in Paris. Dort konnte er über seine Reisen nachdenken und sie auswerten. Sein bedeutendstes Werk ist das Voyage aux régiones équinoxales du Noveau Continent, das 36 Bände umfasst und das er in der Zeit von 1805 bis 1834 verfasste. Darin begründete er die Pflanzengeographie und die moderne Lebenskunde am Beispiel Mexikos. 1829 reiste er in den Ural, erreichte die chinesische Grenze und befuhr das Kaspische Meer